stillstand | und heilung
III. Februar 2012
Nichts bleibt ohne Folgen.
Zitternd entstanden Kohlelinien auf einer Leinwand.
Zitternd ob der geballten Intensität, der sie zu Grunde liegen.
Immer wieder verwischt, erneuert... verworfen, begnadigt.
Man mag hier die Anfänge eines entstehenden Werkes sehen, gleichzeitig jedoch auch das Resultat unbändiger und wilder Gefühle, denen Form gegeben werden musste.
Ich weiß noch nicht genau, was mir den Boden unter den Füßen nahm; was mich lähmte und im selben Moment erschütterte. Aber während ich herauszufinden versuche, was es war...
...schaffe ich mir neuen Boden.
le horizon | rouge
IX. Januar 2012
Not very rouge yet, i know.
Dieses Bild nimmt mehr Zeit in Anspruch als geplant.
Dabei ist es so eine Sache bei mir, so etwas wie die Arbeit an einem Leinwandwerk "planen" zu wollen.
Denn: es klappt nicht.
Vielmehr verstummen manche Bilder mitunter für lange Zeit.
Mitten in der Arbeit weiß ich nichts mehr mit ihnen anzufangen.
Auch bei diesem Bild, das ein Tribut an ein wunderbares kleines Café und damit verbundene Erinnerungen werden soll, verhält es sich nicht anders.
But somehow in the future, it may be finished.
And it definitely will NOT look like Leviathan.
I promise.
...for my dear | brother II
V. Januar 2012
Ich habe etwas Besonderes geschaffen.
Natürlich behaupte ich nicht von mir, dieses Bild zu irgendeiner Form von Perfektion gebracht zu haben.
Von meisterlicher Malerei bin ich noch sehr weit entfernt.
Und dennoch, es ist etwas Besonderes, was ich geschaffen habe.
Das Portrait meines Bruders abzuzeichnen und künstlerisch neu zu entwerfen, war wie eine Offenbahrung für mich.
Das erste Mal in meinem Leben erscheint er mir jünger zu sein als ich selbst.
Ich habe jede Facette einzeln betrachtet, sie abgewogen, beurteilt und gegebenenfalls in das Bild einfließen lassen.
Letztlich habe ich etwas endgültig verarbeitet, habe einen weiteren Mythos in meinem Herzen enträtselt, habe eine Zuneigung mehr gewonnen, und konnte zudem auch noch geliebte Menschen ein bisschen glücklicher machen.
...for my dear | brother I
XXIII. Dezember 2011
Ich habe die Liebe zum Zeichnen wieder entdeckt.
Mein Kopf befreit sich, ich konzentriere mich auf etwas Ganzes, alles andere ist verschwunden.
Ich konzentriere mich auf winzige Details, und:
alles andere ist verschwunden.
Es ist ein Aufatmen, denn nach Stunden der Arbeit erwacht man aus einer Trance, blickt auf all die Details, auf all das Ganze - und in all der Arbeit hatte der Geist Zeit, sich auszuruhen.
Und auch, wenn noch einiges zu tun ist, fühle ich mich leichter, und irgendwie erfüllter.
Ja, ich bin glücklich.
Wieder einmal.
Also weiter!
another work | in progress
II. September 2011
Momentan scheine ich einen Lauf zu haben. Erst zwei Tage ist es her, seit ich Leviathan Mind fertig gestellt habe, und doch arbeite ich schon an meinem nächsten Werk.
In Liebe | Dein Blau
XI. August 2011
Meine schon seit langem offensichtlich gewordene und hiermit abermals bewiesene Affinität für die Farbe Blau wirft eine wichtige Frage auf: was mache ich eigentlich mit dem Dutzend andersfarbiger Acryltuben in meinem Schrank?
mal eben was | dazwischen schieben
XXVII. Juli 2011
Tatsächlich ist der Vorbereitungsprozess für mein Großprojekt derart langwierig, dass mich zwischendurch die Lust überkommt, an einem anderen Projekt zu arbeiten.
Ohne Zwang werde ich an diesem kleinen Einschub einfach mal meinen Spaß haben.
Es tut gut, sich an eine Leinwand zu setzen. Jedes Mal aufs Neue.
