Schattenritter | Seele
März 2009
„Ein Ritter der Schatten trägt seine Rüstung dunkel.
Sie soll ihn daran erinnern, niemals hochmütig zu werden und seine Rüstung in eitlem Glanz zu polieren.
Sie dient ihm nicht zur Schaustellung seines Tuns, sondern verkörpert sein Tun.
Er ist eins mit ihr, denn niemand soll auf die Idee kommen, von außen auf das Innere zu schließen.
Ihm zählt nur, was er vertritt.
Die Rüstung der Nacht schmiegt sich an die Dunkelheit, um anderen ein stiller Begleiter und Bewahrer zu sein.
Ein Ritter der Schatten wählt seine Waffen mit Bedacht.
Er trägt sie nicht, um zu demonstrieren, wie gut er damit umgehen kann, oder aus Freude am Kampf.
Er trägt seine Waffen nur zum Schutz, um die Menschen zu verteidigen, denen er sein Leben widmet.
Wenn er sein Schwert zieht, so tut er dies nicht, um einen Kampf zu provozieren und andere herauszufordern, sondern nur, wenn Kampf unausweichlich erscheint und er das verteidigen muss, was ihm am Herzen liegt.
Die Waffe eines Ritters der Schatten ist Schwert und Schild zugleich.
Ein Schwert, das beschützt und ein Schild für andere.”
Jan Grooten, Kodex eines Schattenritters, 2009
Acryl auf Leinwand
20x50cm
verkauft